Seit 2013 habe ich für mich diese Form des Malens entwickelt. Das Besondere dabei ist, dass ich mit der linken Hand mit dem Pinsel male. 
Als Linkshänderin geboren, wurde ich - wie alle Kinder in der Zeit bis ca. 1970 - von kleinauf konsequent auf die rechte Hand umtrainiert. Sowohl beim Schreiben, Malen als auch Handarbeiten wurde das, was ich als selbstverständlich richtig empfand, als falsch benannt und bestraft. Die linke Hand war die "böse Hand". Versuche, dagegen zu opponieren, misslangen.
Die rechte Hand, die "schöne Hand", tat sich hart mit den Kulturtechniken. Die Ergebnisse waren entsprechend. 


In den letzten Jahren habe ich versucht, meiner Sehnsucht nach Farben und Formen nachzuspüren, und begann auf großem Papier mit dem Pinsel in der linken Hand zu malen. Es kostete große Überwindung und Anstrengung, das langjährige Verbot aufzuheben und die Hand zu befreien. Ich war sehr überrascht, welche Farben und Formen entstanden, die ich mit Rechtshandbildern nie erlebt hatte. Ich entwickelte meine persönlichen Tricks und damit Möglichkeiten, die bei mir die kindliche Freude beim linkshändigen Malen aufleben liessen und die kontrollierende rechte Hand besänftigten. Dabei wurde ich von einer Malgruppe (alle Rechtshänder) sehr unterstützt und ermutigt.
Bestätigt durch den Erfolg meiner ersten Ausstellung (September 2018 bis März 2019) im Christophorus Hospiz Verein München, biete ich jetzt eine Auswahl meiner Bilder im Netz an.
Meine nächste Ausstellung findet ab 25. April 2020 im Geistlichen Zentrum Puschendorf bei Nürnberg statt.

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